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Upper Austria

Continental GT – Watsonian Meteor

Das Royal Enfield Continental GT
Watsonian Meteor Cafe Racer Gespann

Der Titel dieses Beiwagenmotorrades sagt schon alles: Eine ganz ganz besondere Kombination. Ein adeliges Spielzeug.
Das Zugfahrzeug allein ist so wunderschön!

Aber wir – Beiwagenverrückte – wollen es noch schöner. Und Watsonian Squire in England hat genau den richtigen Beiwagen für die Continental GT, den Meteor. Zum Design fehlen uns die Worte, die Bilder sprechen aber ohnehin für sich.

 

Hier ein paar trockene technische Daten und Fahreindrücke:

Der Beiwagen schaut schnittig aus und ist daher auch nur für schnittige Leute bequem. Die Sitzbreite beträgt an der schmalsten Stelle gerade einmal 40 cm. Hat man sich einmal in den Beiwagen reingezwängt, sitzt man dafür aber lässig und bequem, das neckische Windschutzscheibchen vor sich mit den zwei antiken verchromten Flügelmuttern links und rechts, damit kann man sich dann spielerisch mit dem Fahrtwind auseinandersetzen. Man sitzt tief. Das ganze Gespann baut sehr tief. Das Gespann ist auch nicht breit, wir haben knapp unter 1,6 Meter Gesamtbreite. Watsonian Squire verpasst dem Meteor Beiwagen ein schönes 3.00×16 Speichenrad mit 3.50×16 Reifen, welches wir im Betrieb mit der Continental ungebremst lassen, hat ja die Continental ohnehin vorne und hinten völlig ausreichende Bremserei. Überhaupt lassen wir die Continental unverändert, einzig und allein einen Lenkungsdämpfer bauen wir an. Unverändertes Zugfahrzeug bedeutet auch, dass wir das Fahrzeug mit und ohne Beiwagen alternativ typisieren können. So etwas ist heutzutage gar nicht mehr selbstverständlich. Hier geht es aber.

Die 4-Punktaufnahme des Beiwagenchassis ist einfach, aber von Watsonian smart gelöst. Der Hauptständer des Zugfahrzeugs fällt weg, den brauchen wir aber im Gespannbetrieb ohnehin nicht.

Die Fahrleistungen: Sicher kein Reisegespann. 800 km am Stück werden ziemlich anstrengend werden. Aber das sind sie mit der Continental GT als Solofahrzeug ebenso. Ansonsten – wie im Solobetrieb – fördert die Continental als Gespann sehr aktive Fahrweise. Auch im Gespannbetrieb machen die Kurven viel Spaß. Obwohl das Gespann mit 250 kg sehr leicht ist, pickt es durch die niedrige Bauweise förmlich in den Kurven. Gut so. Und die Leut schauen: Form und Farbe des Gespanns und die Akustik des Eintopfes kann nicht einfach so übersehen und überhört werden.

Der Preis: Knapp an die EUR 15.000,– müssen wir schon nehmen bei Aufbau eines Gespannes unter Verwendung einer neuen Conti und eines neuen Meteor, incl. Typisierung, Steuern und Abgaben.
Der hier abgebildete Gespann-Prototyp wurde auf Basis einer ganz jungen Continental GT mit keinen 500 km Fahrleistung aufgebaut und ist um EUR 13.800,– wohlfeil.